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Pressestimmen
Über Die vier Leben der Marta Feuchtwanger:
Der Roman einer ganzen Generation
Augsburger Allgemeine (13.12.2008)
Manfred Flügge nutzt für seine glänzend geschriebene Darstellung alle verfügbaren Quellen.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.08)
Manfred Flügge schildert die Lebensgeschichte dieser außergewöhnlichen Frau sensibel und mit großer literarischer Kraft.
(3Sat bookmark, 20.12.08)
... eine repräsentative Exil-Biographie.
(Süddeutsche Zeitung, 06.12.2008)
Ein spannendes Leben, brillant erzählt!
(SWR)
Heinrich Manns Leben
Seine stimme gilt als verloren. Es hat sich bis heute keine Tonaufnahme gefunden, die den Klang seines Sprechens festgehalten hat. Dabei ist es gerade die Stimme Heinrich Manns gewesen, die sich von Anfang der 30er Jahre an in den politischen Kämpfen der Zeit international Gehör verschafft hat: publizistisch und literarisch. Manfred Flügge hat nun dem Schriftsteller, der 1871 in Lübeck geboren wurde und 1950 in den USA gestorben ist, eine Biographie gewidmet: Das im Urteil klügste und im Material ausgreifendste Buch, das über Heinrich Mann vorliegt. Manfred Flügges These: "Dieses Buch will zeigen, dass nicht Vernunft sein ursprüngliches Leitwort war, sondern Traum, Symbol, Phantasie. Heinrich Mann war der allerletzte Romatiker, ein in das 20. Jahrhundert verirrter Taugenichts."
Mitteldeutsche Zeitung 11.03.2006
Jetzt bringt uns eine spannende Biografie das "konfuse, chaotische, manchmal absurde und oft wirklich komische Leben" Beaumarchais' etwas näher: kein großer Schriftsteller, aber ein "Experimentator des Lebens", das "im Ganzen ein Kunstwerk" sein sollte. Manfred Flügge hat dieses Kunstwerk in vortrefflich geschriebene Sätze gekleidet. Fast schon ein Roman über ein Leben als Roman.
Stefan Kellerer
«Manfred Flügge gelingt es, das biografische Spielmaterial in den Lebenläufen seiner Helden hervorzukitzeln. Sein ganzes Schreiben ist eine Verbeugung vor der Selbsterfindung des Menschen.»
Tilman Krause, Die Welt
«Manfred Flügge hat Sigmund Freud genau gelesen, und er weiß, gegen Verdrängung hilft nur Erinnerung. Also schickt er seinen Helden auf eine Erinnerungs-Reise, die den Gedächtnisraum der Kindheit wieder belebt. Es ist das Ruhrgebiet der fünfziger Jahre, das Stefan Niemegk mit seiner Recherche zurückerobert. [Š]
Für die Form seiner Prosa dienen ihm angelsächsische Erzähler als Vorbild, mit seinem Thema steckt Manfred Flügge tief in der deutschen Geschichte. Zu spät für Amerik erzählt von der Bundesrepublik der 50er Jahre und den Rissen, die der Krieg im Gedächtnis der Menschen hinterließ. Trotz allem ist es ein Entwicklungsroman, denn am Ende hat der Verlierer Niemegk eine Menge gewonnen. Sogar nach Amerika fährt er noch.»
Maike Albath DLF
«Und doch ist Manfred Flügge mit Wider Willen im Exil etwas Neues gelungen. Der erste Grund dafür ist ganz simpel: Das handliche Bändchen ist nicht teuer, es ist mit Autorenfotos und Landschaftsaufnahmen Südfrankreichs reichlich versehen und spricht folglich auch jene an, die nicht von vornherein zum Insider-Zirkel der Exilforscher zählen. Das zweite, was angenehm berührt, ist Flügges Stil. Trotz eines profunden Anmerkungsteils verliert sich hier einer ausnahmsweise einmal nicht im Fußnotengestrüpp der Sekundärliteratur noch beschreibt er die Tragödie der deutschen Emigranten im bombastisch-anklagenden Ton nachgeborenen Rächertums. [Š] Manfred Flügge hat eine Unzahl menschlich anrührender Geschichten und Details herausgefunden. [Š] Manfred Flügge beschreibt es unaufdringlich und nicht ohne leise Ironie.»
Marko Martin, DLF
«Manfred Flügge hat eine dichte und hoch spannende Biografie über das schillernde Leben dieses Mannes geschrieben.» ( Figaros Schicksal , Beaumarchais)
Brigitte
Ute Stempel wünscht dieser "faszinierend vielschichtigen" Biografie eine möglichst große Leserschaft. Zwar räumt sie ein, dass der Autor bisweilen zu sehr auf Anekdoten als auf Recherche setzt und auch manchmal etwas zu viel Sympathie für Beaumarchais durchblitzen lässt. Doch sind das für sie scheinbar verzeihliche Schwächen. Besonders angetan zeigt sich die Rezensentin beispielsweise von Überlegungen Flügges, inwiefern es bei der Figur des Figaro Übereinstimmungen mit seinem Schöpfer gibt. Denn Beaumarchais war, wie Stempel referiert, mindestens ebenso aufsässig, gewitzt und umstürzlerisch wie Figaro: "Mut bis zur Kühnheit und an Beleidigung grenzende Offenheit, gepaart mit einem unbestechlichen Gerechtigkeitssinn" - so Stempel. Darüber hinaus ist es dem Autor ihrer Ansicht nach hervorragend gelungen, anschauliche Porträts anderer Persönlichkeiten der Zeit einzufügen, etwa "die Pompadour, Ludwig XV. und Ludwig XVI." Insgesamt richtet sich diese Biografie, so Stempel, eher "an das große Publikum" als an Spezialisten.
Perlentaucher
Über Rettung ohne Retter, oder: Ein Zug aus Theresienstadt :
Flügge nutzt diesen Fall, um ein sehr viel weit reichenderes zeitgeschichtliches Panorama zu entwerfen, das der Rezensent Alfred Cattani so "spannend" wie "abwechslungsreich geschrieben" findet. Die Tatsache, dass manche der Figuren - wie der Autor selbst erklärt - der besseren Darstellung halber erfunden sind, wird erwähnt, aber nicht kritisiert.
Perlentaucher
»Die Spanne, die Manfred Flügge in seinem Buch ansetzt, reicht sehr weit. Hier tauchen in bunter Reihe Figuren der Zeitgeschichte auf. Nur wenige seien genannt: Jean-Marie Musy, Walter Schellenberg, Reinhard Heydrich, General Henri Guisan und der schweizerische Geheimdienstchef Roger Masson, der mit Schellenberg im Kontakt stand. Schellenberg seinerseits baute Beziehungen zum schwedischen Grafen Folke Bernadotte auf. Sogar die berühmte Parfumherstellerin Coco Chanel, die in Paris ein einträgliches Geschäft führte und während der deutschen Besetzung in regem Kontakt mit den Reichsbehörden stand, füllt im Buch viele Seiten. Coco Chanel versuchte nach der Befreiung Frankreichs mit allen Mitteln, ihren früheren Kontakt mit den Deutschen tunlichst zu verschleiern, um nicht der Kollaboration mit dem Feind bezichtigt zu werden. In dieses Umfeld gestellt, bildet das eigentliche Thema, die Befreiung der Juden aus Theresienstadt, nur die Staffage zum Werk Flügges. Und doch scheint das spannend und abwechslungsreich geschriebene Buch ein richtiger Weg zu sein, das Tohuwabohu zu schildern, das beim Niedergang des Hitlerstaates herrschte. In packender Weise wird hier eine Zeit geschildert, als im Dritten Reich die große Ernüchterung ausbrach und nach der damals gängigen Parole 'Bleib übrig' jeder auf seine Art, vom simplen Mitläufer bis hinauf zum Reichsführer Himmler, seine Haut in die Nachwelt zu retten suchte.«
Neue Zürcher Zeitung
«Manfred Flügge hat Zeitzeugenberichte und Dokumente hinterfragt und eigene Recherchen angestellt, um ein wenig Licht in das düstere Spiel der Politiker, Geheimagenten, Provokateure, Masseure, Modeschöpferinnen und hochrangige Militärs zu bringen. Viele der gestellten Fragen müssen noch oder gar für immer ohne befriedigende Antwort bleiben. Entstanden ist trotzdem ein mit Fakten und Vermutungen gespicktes, informatives, spannendes, ja mitunter reißerisches Buch über eine bislang kaum bekannte (besser: wenig beachtete) Episode aus der Untergangshistorie des Nazireiches und nebenher eine aufschlussreiche Studie zum Alltag des gewöhnlichen Faschismus in der Phase der Agonie.»
Dresdner Stadtmagazin SAX
»Manfred Flügges spannend zu lesendes Buch fügt wie ein Puzzle des Schicksals Stück für Stück das Bild einer Rettungsaktion zusammen, in dem die Retter keine Helden sind«
Lausitzer Rundschau
«Während Flügge eine offenbar mit leichter Hand geschriebene recht amüsante und zudem informative Geschichte über eine Autofahrt durch L. A. vortrug, waren die Texte der anderen eher geeignet, beim Zuhörer Depressionen auszulösen.»
Über Der Engel bin ich
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